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Richard R. Ernst


14.08.1933
Schweizer Chemiker, Nobelpreis 1991

geboren 14.8.1933 Winterthur, ref., von Winterthur. Sohn des Robert, Prof. für Architektur am Technikum Winterthur. ∞ Magdalena Kielholz, Tochter des Paul, Lehrers. 1952-56 Chemiestud., danach Assistent an der ETH Zürich, 1962 Dr. sc. techn. 1963-68 bei Varian Associates in Palo Alto (Kalifornien), 1968-70 PD, 1970-72 Assistenzprof., 1972-76 ao. Prof., 1976-98 o. Prof. für Physikal. Chemie an der ETH Zürich. Pionier der Kernresonanz-Spektroskopie (NMR-Spektroskopie von engl. Nuclear Magnetic Resonance), eines Verfahrens, dem die 1966 von E. zusammen mit Weston A. Anderson entwickelte Fouriertransformations (FT)-NMR-Spektroskopie zum Durchbruch verhalf. Diese wurde an der ETH Zürich von E. und Kurt Wüthrich laufend weiterentwickelt. Ihr Vorteil lag in der Aufklärung der Molekülstruktur biolog. und chem. Substanzen in Lösung, d.h. in natürl. Umgebung bzw. am lebenden Objekt, was laufend neue Anwendungsbereiche brachte, insbesondere auch in der medizin. Diagnose. E. war Mitautor der Monografie "Principles of Nuclear Magnetic Resonance in One and Two Dimensions" (1986). 1990-94 Präs. der Forschungskomm. der ETH Zürich, ab 1989 Verwaltungsratsvizepräs. der Spectrospin AG in Fällanden (ab 1998 Bruker AG). Zahlreiche Ehrungen, u.a. 1985 Dr. h.c. der ETH Lausanne, 1989 der Techn. Univ. München, 1994 der Univ. Zürich, 1997 der Univ. Antwerpen. 1986 Marcel-Benoist-Preis, 1991 Nobelpreis für Chemie.

Quelle Biografie:

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Richard R. Ernst aus dem Historischen Lexikon der Schweiz (HLS) - Onlineversion des Historischen Lexikon der Schweiz. Autorin/Autor: Thomas Fuchs. Version : 15.11.2005.





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