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Johann Jakob von Tschudi


25.07.1818 - 08.10.1889
Schweizer Naturforscher, Forschungsreisender, Linguist und Diplomat

geboren 25.7.1818 Glarus, gestorben 8.10.1889 Jakobshof (Lichtenegg, Niederösterreich), ref., von Glarus. Sohn des Johann Jakob, Kaufmanns und Ratsherrn, und der Anna Maria geb. Zwicky. Bruder von Iwan und Friedrich. Schwager des Christoph Zollikofer. ∞ 1849 Ottilie Schnorr von Carolsfeld, Tochter des Ludwig, Malers und Kustos der Belvederegalerie in Wien. T. studierte ab 1836 in Zürich, ab 1837 in Neuenburg Naturwissenschaften und nebenbei Medizin. Er publizierte 1837 über Echsen sowie 1838 über froschartige Tiere (1838 Dr. phil. der Univ. Zürich). Im Auftrag des Naturhist. Museums Neuenburg unternahm er 1838-42 eine erste Südamerikareise nach Chile und Peru zur Erforschung der Tierwelt und zum Aufbau einer Sammlung. Anschliessend setzte T. seine Forschungen in Berlin, Würzburg (1844 Dr. med.) und Wien fort. Ab 1848 lebte er als Gutsbesitzer und Arzt in Niederösterreich. T. entwickelte sich vom Zoologen und Sammler zum Anthropologen, Ethnologen, Kulturhistoriker und Sprachforscher und publizierte in all diesen Disziplinen. "Untersuchungen über die Fauna Peruana" (5 Bde., 1844-46), "Peru: Reiseskizzen aus den Jahren 1838-1842" (2 Bde., 1846), die mit Mariano Eduardo de Rivero verfassten "Antigüedades Peruanas" (1851) sowie "Die Kechua-Sprache" (2 Bde., 1853) zählen zu den grundlegenden Werken der Peruanistik. Anonym erschien "Wiens Oktobertage 1848" (1849). Seine zweite Südamerikareise führte ihn 1857-58 nach Brasilien, Argentinien, über die Anden nach Chile, Bolivien und Peru. Auf der dritten Reise 1860-62 handelte T. 1861 als ausserordentl. Gesandter der Schweiz in Brasilien eine Konsularkonvention aus, welche die Lebensbedingungen der schweiz. Kolonisten verbessern sollte. Nach seiner Rückkehr veröffentlichte er "Reisen durch Südamerika" (5 Bde., 1866-69) und eine Übersetzung des Kechuadramas "Ollanta" (1875). Ab 1866 amtierte T. als schweiz. Geschäftsträger, 1868-82 als ausserordentl. Gesandter und bevollmächtigter Minister in Wien.

Quelle Biografie:

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Johann Jakob von Tschudi aus dem Historischen Lexikon der Schweiz (HLS) - Onlineversion des Historischen Lexikon der Schweiz. Autorin/Autor: Veronika Feller-Vest. Version : 05.11.2013.





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