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Philippe Suchard


09.10.1797 - 14.01.1884
Schweizer Unternehmer und Schockoladenhersteller

Aufgeschlossenheit, Neugier und eine geradezu abenteuerliche Unternehmungslust sind wohl die auffallendsten Charakterzüge Philippe Suchards. Als zweitjüngstes von sieben Kindern erfuhr Philippe schon früh, was harte Arbeit hiess. In der Herberge und der Landwirtschaft der Eltern mussten die Kinder von klein auf mit anpacken – für regelmässige Schulbildung und Luxusgüter blieb weder Zeit noch Geld. Das entscheidende Erlebnis im Zusammenhang mit Schokolade hatte der junge Philippe bereits mit etwa 12 Jahren: Für seine erkrankte Mutter musste er in der Apotheke ein Pfund der damals als Stärkungsmittel bekannten Schokolade besorgen. Der hohe Preis und die tatsächlich stärkende Wirkung der exotischen Masse liessen Philippe keine Ruhe mehr: Wenn es gelänge – so seine Überlegung – Schokolade selbst herzustellen und zu diesem Preis zu verkaufen, wäre er wohl bald ein reicher Mann… Bis Philippe Suchard seine Vision in die Tat umsetzen konnte, vergingen jedoch einige harte Jahre.

1824 kratzte er seine Ersparnisse zusammen und brach zu einer Reise in die Vereinigten Staaten auf – mit dem Traum vom Aufstieg und Wohlstand im Gepäck. Mit dem schnellen Geld klappte es zwar nicht, doch Philippe war dennoch begeistert von der Neuen Welt: Freiheit, Offenheit und das grosszügige Unternehmertum beeindruckten ihn tief. Inspiriert von den Eindrücken seiner USA-Reise, eröffnete Philippe Suchard 1825 in Neuchâtel seine eigene Confiserie, in der er von Hand hergestellte „feine hausgemachte Schokolade“ anbot. Er dachte jedoch daran, Schokolade mit Hilfe der Technik rationeller herzustellen und damit für eine breite Bevölkerungsschicht erschwinglich zu machen. Und schon 1826 bezog Philippe eine Leerstehende Mühle, um darin die Fabrikation aufzunehmen. Die dafür nötigen Maschinen musste der Pionier selbst konstruieren. Nach anfänglichen Absatzschwierigkeiten begann die kleine Suchard-Fabrik zügig zu wachsen. Nach streng gehüteten Fabrikationsgeheimnissen produzierte der Betrieb ein durchdachtes Schokoladesortiment mit verschiedenen Qualitätsstufen – von der einfachen „Chocolat demi fin“ bis zur luxuriösen „extra fin“. Philippe Suchard war sehr vielseitig interessiert.

Neben seiner Tätigkeit als Schokolade-Fabrikant, war er auch Kapitän, Raupenzüchter, Asphaltproduzent und Amerika-Pionier. Er galt als „Meister der Werbung“, der die damals verbreitete Auffassung, dass gute Produkte keine Werbung brauchen, für Unsinn hielt. Als einer der ersten Industriellen erkannte Philippe Suchard die Bedeutung und den Wert einer Marke: Am 23. Januar 1893 wurde Suchard sogar als weltweit erste Marke ins internationale Markenregister eingetragen. Wegweisend war er aber nicht nur als Industrie- und Werbepionier, sondern auch in seinem sozialen Engagement. „Père Suchard“, wie er von der Belegschaft oft genannt wurde, verlangte zwar von seinen Mitarbeitern harte Arbeit und eiserne Disziplin, doch betrachtete er sie gleichzeitig auch als seine grosse Familie. Zahlreiche freiwillige Sozialleistungen machten Suchard zu einem besonderen Unternehmen: kostenlose Ferienaufenthalte, ärztliche Betreuung, Notfall-Versorgungskasse und ein Kindergarten sind nur einige Beispiele für die vielen Initiativen von Philippe Suchard.

Quelle Biografie:

Dieser Artikel basiert auf den biografischen Angaben über die Firmengeschichte und den Firmengründer Philippe Suchard der Webseite der Firma Chocolat Suchard

Philippe Suchard hat es zuerst mit Seide und Uhren versucht, Maurice Guigoz mit Fahrrädern und Nähmaschinen. Schliesslich hat der eine mit Schokolade und der andere mit Pulvermilch ein blühendes Unternehmen aufgebaut - mit Klischees aus der Alpenwelt. Um ihre Produkte zu verkaufen, haben sowohl Suchard in Neuenburg als auch Guigoz im Greyerzerland mit Erfolg auf die Wirkung von Klischees aus der Alpenwelt gesetzt. Bilder, die ihrerseits den «Landi-Geist» erst möglich gemacht haben. Beide Unternehmen gibt es heute nicht mehr, aber die Namen sind als Marken erhalten geblieben.





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