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Lilian Gish


14.10.1893 - 27.02.1993
US-amerikanische Schauspielerin

Lillian Gish stand zum ersten Mal 1902 im Alter von neun Jahren im Theater auf der Bühne. Gemeinsam mit ihrer Mutter und ihrer Schwester Dorothy ging sie auf Amerika-Tournee und landete 1905 in New York. Um der ständigen Armut zu entrinnen, versuchten sie als Teenager, unterstützt von der Mutter, im noch jungen Filmgeschäft Fuß zu fassen. 1912 sprachen sie bei der Biograph Company bei D W. Griffith vor, der von ihrem intensiven Spiel derart beeindruckt war, dass er sie sogleich für seinen nächsten Film besetzte. Lillian Gish wurde mit ihren zarten, noch kindlichen Gesichtszügen zum neuen Star der Biograph und sie drehte in den folgenden zwei Jahren 25 Filme, die sie neben Mary Pickford zu einem der größten weiblichen Stummfilmstars machten. Ihre wichtigsten Rollen unter der Regie Griffiths waren Die Geburt einer Nation, Intolerance sowie Broken Blossoms, Way Down East und Orphans of the Storm.

Gish produzierte danach zunächst selbst zwei Filme und wechselte 1925 zur neu formierten MGM. Sie galt als der wichtigste Star des Studios, noch vor Marion Davies. Das Prestige zeigte sich auch in dem großen finanziellen Aufwand, mit dem ihre Filme produziert wurden. Sie wirkte 1926 unter King Vidor mit John Gilbert in La Boheme mit und drehte später im Jahr The Scarlett Letter. Beide Filme waren finanziell erfolgreich. Das Aufkommen von Greta Garbo und Norma Shearer änderte jedoch ihr Gewicht in der Studiohierarchie. Ihren letzten künstlerischen, wenn auch nicht finanziellen Erfolg hatte sie unter der Regie von Victor Seastrom in dem Film Der Wind aus dem Jahr 1928. Mit Beginn des Tonfilms änderte sich auch der Publikumsgeschmack sehr rasch. Lillian Gish wurde nun im Auge der Zuschauer zu einer Repräsentantin einer vergangenen Zeit und trat daher nur noch sporadisch in Filmen auf. Umso mehr arbeitete sie wieder am Theater. Politisch war Gish Republikanerin und unterstützte u. a. Harding, Coolidge und Hoover, außerdem unterstützte sie das America First Committee, eine isolationistische Bewegung, die 1940/41 die Teilnahme der USA am Zweiten Weltkrieg zu verhindern suchte.

Sehr früh begann sie auch für das neu aufkommende Medium Fernsehen zu arbeiten. 1947 wurde sie für Duell in der Sonne von King Vidor für einen Oscar für die beste Nebenrolle nominiert. 1955 hatte sie eine brillante Nebenrolle als Gegenspielerin von Robert Mitchum in Charles Laughtons The Night of the Hunter. Sie spielte u.a. 1960 mit Burt Lancaster und Audrey Hepburn in John Hustons The Unforgiven. Ihre letzte Filmrolle hatte sie 1987 neben Bette Davis in The Whales of August.

1971 erhielt Lillian Gish den Oscar für ihr Lebenswerk. In den 1970er trat sie zunehmend für Bewahrung des filmischen Erbes und die Stummfilmrestauration ein. Sie hielt hierzu Vorträge in Universitäten und Filmklubs. Lillian Gish hat mehrere Bücher mit Lebenserinnerungen veröffentlicht.

René Hubert arbeitete als Kostümdesigner in folgenden Produktionen mit Lilian Gish.

1928      The Wind            23 November 1928 (USA)             uncredited List from Walter Plunkett               Metro-Goldwyn-Mayer (MGM)   Victor Sjöström

Lilian Gish gewann mit dieser Rolle 1929 den allerersten verliehenen Oscar in der Kategorie beste Hauptdarstellerin.

Quelle Biografie:

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Lillian Gish aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported (Kurzfassung). In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.





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