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Conrad Tanner


28.12.1752 - 07.04.1825
Fürstabt von Einsiedeln

Abt von Einsiedeln, geboren bei Arth im Bezirk von Schwyz am 28. Dezember 1752; gestorben am 7. April 1825. Er studierte Klassik und Theologie in Einsiedeln; tritt am 8.September 1772 dem Orden von St. Benedict bei und wurde im Mai 1777 ordiniert. Er wurde als Lehrer am Gymnasium von Einsiedeln und später in Bellinzona engagiert. 1787 hielt er die Position des Bibliothekars an seiner Abtei und wurde 1789 Direktor der Hochschule in Bellinzona. Während der Französischen Revolution floh Tanner ins Tirol. Er rettete neben anderen kirchlichen Wertgegenständen u.a. auch die Schwarze Madonna vor den Raubzügen der Franzosen indem er eine Kopie erstellen lies und das Original auf dem Haggen bei der Kappelle vergrub. Die Franzosen führten in einem Triumphzug somit lediglich eine Kopie der Schwarzen Madonna auf einem Karren davon. 1799 gelangte die Statue ins Tirol wo sie neu bemalt wurde. Danach wurde sie nach Trieste überführt und kehrte nach der Einführung des Mediationsakte 1803 wieder unversehrt nach Einsiedeln zurück. Tanner wurde 1802 Pastor von St. Gerold in Vorarlberg, wo er für drei Jahre blieb, bis er 1805 nach Einsiedeln zurückgerufen wurde. 1808 wurde Conrad Tanner zum Fürstabt von Einsiedeln gewählt. Er regte Studien über die Verfolgung der Franzosen an, erneuerte die Gebäude und baute die heilige Kapelle um die 1798 von den Franzosen zerstört worden war. Obgleich das Dorf von Einsiedeln nicht mehr unter seiner Jurisdiktion war, blieb  Tanner für die Einwohner eine Art Vaterfigur die er besonders in den Jahren des Hungers (1816 und 1817) unter Beweis stellte. Es war die Absicht von Papst Pius VII, die neue Diözese von Waldstätten aus den Bezirken Uri, Schwyz und Unterwalden herauszuteilen und  Tanner zum Bischof zu ernennen und die Mönche von Einsiedeln als Kathedralekapitel festzusetzen. Die Angelegenheit wurde 1818 vorgeschlagen, wurde aber durch den Abt verhindert. Werke Tanners sind: "Betrachtungen zur sittlichen Aufklärung im neunzehnten Jahrhundert" (5 vols., Augsburg, 1804-1808); "Bildung des Geistlichen durch Geistesübungen" (Augsburg, 1807), von dem eine fünfte Ausgabe bei Einsiedeln 1846 erschien; seine pädagogischen Arbeiten wurden durch seinen Nachfolger, Abt Celestine Müller veröffentlicht.

Quelle Biografie:

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Konrad Tanner der Webseite klosterarchiv.ch und steht unter der Lizenz Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported (Kurzfassung).





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