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Hermann Hesse


02.07.1877 - 09.08.1962
Deutschsprachiger Schriftsteller und Maler

geboren 2.7.1877 Calw (Württemberg),gestorben 9.8.1962 Montagnola (heute Gem. Collina d'Oro), ref., balt.-dt. Herkunft, mehrmals wechselnde Staatsbürgerschaft, Als Sohn eines deutsch-baltischen Missionars war Hesse durch Geburt russischer Staatsangehöriger. Von 1883 bis 1890 und erneut ab 1924 war er Schweizer Staatsbürger (in Bern eingebürgert), dazwischen besaß er das Württembergische Staatsbürgerrecht. Sohn des Johannes, Missionars, und der Marie geb. Gundert, verwitwete Isenberg, Tochter des Indologen und Missionars Hermann Gundert. ∞ 1) 1904 Maria Bernoulli, 2) 1924 Ruth Wenger, Tochter der Lisa Wenger, 3) 1931 Ninon Dolbin geb. Ausländer, Kunsthistorikerin, aus Czernowitz (heute Ukraine). Jugend und Ausbildung u.a. in Basel, Calw und Tübingen. Nach der Buchhändlerlehre 1895-98 verfasste H. ab 1900 Rezensionen für die "Allg. Schweizer Zeitung", dann war er als freier Schriftsteller tätig. Er lebte 1904-12 in Gaienhofen am Bodensee, 1912-19 in Bern und fortan bis zu seinem Tod in Montagnola. Frühe Werke wie die Romane "Peter Camenzind" (1904) und "Unterm Rad" (1906) thematisieren die Probleme des Heranwachsenden. Das Erlebnis des 1. Weltkriegs - den H. als Mitarbeiter der Dt. Kriegsgefangenen-Fürsorge sowie der schweiz. Pro Captivis in Bern verbrachte - und familiäre Probleme stürzten ihn in eine tiefe Lebenskrise, die im Roman "Demian" ihre literar. Gestalt fand (1919 unter dem Pseudonym Emil Sinclair erschienen). Angeregt durch seinen Psychiater Josef Bernhard Lang begann H. 1916 auch zu malen. Die Widersprüche des menschl. Daseins und der Versuch, den Zwiespalt zwischen Trieb und Geist zu überwinden, prägten das weitere Werk H.s., von "Siddhartha" (1922) über den "Steppenwolf" (1927), der in den 1960er Jahren zum Kultbuch der amerikan. Hippie-Generation wurde, bis zum Spätwerk "Das Glasperlenspiel" (1943). 1946 Nobelpreis für Literatur, 1955 Friedenspreis des Dt. Buchhandels. 1947 Dr. h.c. der Univ. Bern. 1997 Gründung des Museums Hermann H. in Montagnola.

Quelle Biografie:

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Hermann Hesse aus dem Historischen Lexikon der Schweiz (HLS) - Onlineversion des Historischen Lexikon der Schweiz. Autorin/Autor: Thomas Feitknecht. Version : 13.12.2007.





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