Suche
thumb Spielhaus - Franz Hohler & René Quellet

thumb Die sechs Kummerbuben (1967)

thumb Hans Heinz Moser
09.05.1936 -
05.04.2017
thumb Lukas Ammann
29.09.1912 -
03.05.2017
thumb Walter Thurnherr
11.07.1963

Louis Armstrong


04.08.1901 - 06.07.1971
US-amerikanischer Jazztrompeter und Sänger

Louis Armstrong wurde in ärmlichsten Verhältnissen geboren und wuchs nur zeitweilig bei seiner Mutter auf. Als Siebenjähriger musste er Zeitungen verkaufen. Anfang 1913 wurde er wegen Unruhestiftung in das Colored Waif’s Home for Boys, eine Anstalt für obdachlose schwarze Jugendliche, eingewiesen, nachdem er in der Silvesternacht mit dem Revolver seines Onkels in die Luft geschossen hatte.

In der streng organisierten Anstalt erlernte Armstrong die Grundlagen des Kornettspiels. Bis 1918 schlug er sich mit kleinen Jobs und ersten Auftritten als Musiker im Rotlichtmilieu der Stadt durch.

1918 bis 1919 spielte Armstrong regelmäßig in der Band von Fate Marable auf einem Mississippi-Dampfer, welche die Passagiere auf den langen Fahrten flussaufwärts unterhielt. 1918 ersetzte Armstrong den Trompeter King Oliver in der Band, die dieser zusammen mit dem Posaunisten Kid Ory leitete. Als Oliver nach Chicago zog, folgte Armstrong ihm 1922 nach und stieß als 2. Trompeter zu King Oliver’s Creole Jazz Band, die damals im Lincoln Gardens Café in der South Side von Chicago spielte.

1924 heiratete Armstrong Lilian „Lil“ Hardin, die aus Memphis stammende Pianistin der Band. Kurz darauf wechselte er auf ihr Anraten hin in die Band von Fletcher Henderson, wo er rasch zum Starsolisten avancierte und nicht mehr im Schatten seines Lehrmeisters Oliver stehen musste.

Armstrong verließ die Henderson-Band 1925. Ab diesem Jahr entstanden zahlreiche Aufnahmen, die Lil und er hauptsächlich mit kleinen Formationen machten, die sich Hot Five und Hot Seven nannten. Im Jahre 1927 wechselte er sein Instrument vom Kornett zur Trompete.

Bereits 1926 gelang ihm mit Kid Orys Muskrat Ramble (#8) sein erster Hit in den Billboard-Charts, dem bis 1966 noch 78 weitere folgen sollten. Im Februar 1932 gelang ihm der erste Nummer-1-Hit mit einer Version von All Of Me. In den 1930er Jahren, als sich der neue Jazz-Stil des Swing entwickelte, trat Louis Armstrong dem neuen Stil entsprechend, vorwiegend in Big Bands auf (u. a. dem Orchester von Luis Russell) und wurde rasch innerhalb und außerhalb der Vereinigten Staaten bekannt. Ab 1932 führten ihn zahlreiche Tourneen nach Europa, später in die ganze Welt. 1947 löste Armstrong seine Big Band auf und kehrte wieder zu seinen Ursprüngen, dem New Orleans Jazz und den kleinen Formationen zurück (Louis Armstrong and his All Stars feat. Velma Middleton). In den 1950er und 1960er Jahren war es insbesondere Armstrongs Talent als Sänger und Entertainer, das ihn zum Weltstar machte. Eine weitere Steigerung seiner Popularität erzielte er durch die Hollywoodfilme, bei denen er mitwirkte, wie z. B. Die Glenn Miller Story, Die oberen Zehntausend und Hello, Dolly!.

Nicht zuletzt aufgrund seiner weltweiten Berühmtheit wurde Louis Armstrong in der Hochzeit des Kalten Krieges in den 50er Jahren von der US-Regierung als musikalischer Mobilmacher in den Ost-West-Konflikt entsandt. Ab 1956 reiste er zusammen mit Künstlern wie Benny Goodman in den Ostblock sowie die sowohl von den Vereinigten Staaten als auch der UdSSR umworbenen Staaten in Afrika und Asien. So kamen 1956 im heutigen Ghana 100.000 Menschen in ein Stadion, um ihn zu erleben. Zusammen mit weiteren Stars des Jazz wie Dizzy Gillespie und Duke Ellington nutzte Armstrong seine Popularität auf seinen Tourneen auch, um für die Afro-Amerikaner Menschen- und Bürgerrechte einzufordern. So weigerte sich Armstrong 1957 aufgrund der Rassentrennung in den Vereinigten Staaten, im Auftrag des US-State-Departments in die UdSSR zu reisen. 

Seine unermüdliche Energie und seine vielen Auftritte forderten schon früh gesundheitlichen Tribut. Auf Grund mehrerer ernsthafter Krisen rieten die Ärzte Armstrong vom Trompetespielen ab, um seine Gesundheit zu schonen. Dem Publikum und seinem Ehrgeiz verpflichtet, verlegte sich Armstrong seit dieser Zeit mehr auf den Gesang. Im Jahre 1969 interpretierte er den Song We have all the Time in the World von John Barry und Hal David zum James-Bond-Film Im Geheimdienst Ihrer Majestät mit George Lazenby als 007. In dieser Zeit konnte er jedoch, von Ausnahmen abgesehen (u. a. die Gesangsduette mit Ella Fitzgerald, zum Beispiel auf Ella and Louis), wegen seiner körperlichen Schwäche nicht mehr an die bahnbrechenden Leistungen der 1920er und 1930er Jahre als Jazztrompeter und Jazzsänger anknüpfen.

Louis Armstrong starb am 6. Juli 1971 in New York an einem Herzanfall. Sein Grab befindet sich auf dem Flushing Cemetery in Queens, New York City.

Quelle Biografie:

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Louis Armstrong aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported (Kurzfassung). In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.





Kommentare


Name/Vorname:
E-Mail:
Kommentar:
 
Sicherheitscode: