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Thomas Holenstein


07.02.1896 - 31.10.1962
St. Galler Politiker, 69. Bundesrat

geboren 7.2.1896 St. Gallen,gestorben 31.10.1962 Muralto, kath., von Bütschwil. Sohn des Thomas. ∞ Anna Harden, aus Karlskrona (Schweden). Die jurist. Studien schloss H. 1920 an der Univ. Bern ab, um dann ins väterl. Advokaturbüro in St. Gallen einzutreten. Mit dem Einzug in den Gemeinderat der Stadt St. Gallen (Legislative) startete H. 1927 seine polit. Laufbahn. 1930-35 Präs. der jungkonservativen Bewegung im Kt. St. Gallen. 1936-54 St. Galler Grossrat. Im Nationalrat (1937-54, Präs. 1952) war er Mitglied der Geschäftsprüfungs- und der Vollmachtenkommission. Als Parlamentarier trat H. als überzeugter antietatistischer Föderalist in Erscheinung. 1942 übertrug ihm die kath.-konservative Fraktion der Bundesversammlung das Präsidium, das er bis zur Wahl in den Bundesrat 1954 innehatte. Mit H. wurde am 16.12.1954 erstmals ein kath.-konservativer Politiker aus einem Nicht-Stammlandkanton in die Landesregierung gewählt. Im Bundesrat übernahm H. als erster Christdemokrat das Volkswirtschaftsdepartement und war dort v.a. in der Aussenwirtschafts- und Landwirtschaftspolitik gefordert. 1958 trat die Schweiz provisorisch dem Zoll- und Handelsabkommen Gatt bei. Nach der gleichzeitig erfolgten Gründung der EWG betrieb der Bundesrat mit Engagement die Vereinigung der Nicht-EWG-Staaten zur Freihandelszone Efta. Der konjunkturelle Aufschwung in ganz Europa, ein ruhiges sozialpolit. Klima und eine in ihren Zielen unumstrittene Landwirtschaftspolitik erleichterten H. die Führung des EVD, dem er während seiner ganzen Amtszeit vorstand. 1958 war H. Bundespräsident. Am 20.11.1959 erklärte der gesundheitlich schwer angeschlagene H. seinen Rücktritt aus dem Bundesrat.

In den Bundesrat gewählt als Vertreter des Kantons St. Gallen am 16. Dezember 1954. Rücktritt am 20. November 1959. Amtsübergabe am 31. Dezember 1959.

Christlichdemokratische Volkspartei der Schweiz

Bundespräsident im Jahre 1958

Vize-Präsident im Jahre 1957

1955-1959 Volkswirtschaftsdepartement

Quelle Biografie:

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Thomas Holenstein aus dem Historischen Lexikon der Schweiz (HLS) - Onlineversion des Historischen Lexikon der Schweiz. Autorin/Autor: Markus Rohner. Version : 08.01.2008.





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