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Giuseppe Lepori


02.06.1902 - 06.09.1968
Tessiner Politiker, 71. Bundesrat

geboren 2.6.1902 Massagno,gestorben 6.9.1968 Seravezza (bei Lucca), kath., von Oggio (Lopagno, heute Gem. Capriasca). Sohn des Giovanni, Kaufmanns, Gemeinderats in Vezia, und der Chiara geb. Fumasoli. ∞ Regina Strotmann, Deutsche. Nach dem Lyzeum in Lugano studierte L. Recht in Freiburg und schloss 1925 mit dem Lizenziat ab; darauf folgte ein Sprachaufenthalt in München. 1926 trat er in die Redaktion des "Giornale del Popolo" ein, und von 1928-35 leitete er "Popolo e Libertà", die Zeitung der konservativen Partei; er gab ihr eine antifaschist. Ausrichtung, im Einklang mit seinen eigenen Überzeugungen und jenen von Giuseppe Cattori und Don Francesco Alberti, mit denen er eng zusammenarbeitete. Schon in der Jugend hatte sich L. in student. und und kath. Vereinen engagiert. Er war 1927-40 Tessiner Grossrat und 1928-29 Gemeinderat in Massagno. Ab 1935 arbeitete er als Anwalt und Notar in Bellinzona, wo er 1936-40 auch das Amt des Vizebürgermeisters innehatte. 1936-37 präsidierte er die Guardia Luigi Rossi, in der sich die jungen Konservativen vereint hatten. Im Febr. 1940 löste er im Staatsrat Enrico Celio ab, der in den Bundesrat gewählt worden war. Er stand dem Polizei- und Erziehungsdepartement vor, bis ihn 1947 eine freisinnig-sozialdemokrat. Allianz daraus verdrängte; daraufhin übernahm er das Justiz- und Innendepartement. 1945-54 präsidierte er die konservativ-demokrat. Partei des Kt. Tessin. 1954 wurde er in den Bundesrat gewählt, wo er fünf Jahre lang das Post- und Eisenbahndep. leitete und sich vorrangig mit der Fernsehreglementierung und dem Eisenbahngesetz von 1957 befasste. 1959 musste er infolge einer schweren Krankheit aus dem Bundesrat ausscheiden (1960 wäre er Bundespräs. geworden). Nach seiner Genesung lehrte er 1960-66 an der Univ. Freiburg Verwaltungsrecht und beriet die Tessiner Regierung in jurist. Belangen. Die kurze Zeit im Bundesrat und die Krankheit verhinderten, dass sich L.s deutlich abzeichnendes Talent als Staatsmann und Gelehrter auf eidg. Ebene voll entfalten konnte.

In den Bundesrat gewählt als Vertreter des Kantons Tessin am 16. Dezember 1954. Rücktritt am 24. November 1959. Amtsübergabe am 31. Dezember 1959.

Christlichdemokratische Volkspartei der Schweiz

Vize-Präsident im Jahre 1959

1955-1959          Post- und Eisenbahndepartement

Quelle Biografie:

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Giuseppe Lepori aus dem Historischen Lexikon der Schweiz (HLS) - Onlineversion des Historischen Lexikon der Schweiz. Autorin/Autor: Fabrizio Panzera / PTO. Version : 25.11.2008.

Bundesrat Giuseppe Lepori erüffnet die 16. OLMA im Jahre 1958. Die Kantone Appenzell Innerrhoden und Ausserrhoden waren als Gastkantone an der 16. OLMA vertreten. Bundesrat Giuseppe Lepori betonte, er sei in aufrichtiger Freundschaft mit der Nordostschweiz verbunden. Er kenne die Probleme und Wünsche dieser Region.

Im weiteren sprach Lepori über den Zusammenschluss der Nachbarländer zur EWG. Hier müsse man einen Weg finden, um ohne Schaden mit diesem Grossgebilde zusammenleben zu können, sagte er. Um mit Vertrauen in die Zukunft blicken zu können, müssten Ehre, Freiheit und Gedeihen der Schweiz erhalten bleiben.





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