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Karl Kobelt


01.08.1891 - 05.01.1968
St. Galler Politiker, 61. Bundesrat

geboren 1.8.1891 St. Gallen,gestorben 5.1.1968 Bern, ref., von Marbach (SG). Sohn des Karl, Bahnpostkondukteurs, und der Marie geb. Schaad. ∞ 1927 Mathilde Gallmann, Tochter des Friedrich Adolf, Zahnarztes. Nach der Kantonsschule St. Gallen absolvierte K. ein Bauingenieurstud. an der ETH (1917 Dr. sc. tech.). 1919-33 leitete er beim Eidg. Amt für Wasserwirtschaft die Sektion für Seeregulierung. Obwohl politisch zuvor nicht hervorgetreten, wurde K. 1933 freisinniger Regierungsrat des Kt. St. Gallen (1936-37 Landammann). Bis zu seinem Rücktritt 1940 stand er dem Baudepartement vor und verwirklichte oder plante trotz Wirtschaftskrise mehrere grosse Projekte (Rheinregulierung, Linthmelioration, Ausbau von Verkehrsinfrastruktur und Spitälern). Zudem präsidierte er den Kirchenrat der kant. Evang. Landeskirche. 1939 wurde K. in den Nationalrat und 1940 in den Bundesrat gewählt, dem er 1941-54 als Vorsteher des Militärdepartements angehörte (1946 und 1952 Bundespräs.). In den Kriegsjahren bis 1945 stand K. im Schatten des populären und mit grossen Befugnissen ausgestatteten Generals Henri Guisan; das Verhältnis zwischen dem General und dem Bundesrat war von Distanz und teils von Argwohn geprägt. Später war K. für die Anpassung der Landesverteidigung an die veränderte weltpolit. und geostrateg. Situation zuständig: In Abkehr vom Réduitdenken wurde eine bewegl. Defensivarmee entwickelt, was u.a. eine revidierte Heeresordnung und neues Kriegsmaterial (Rüstungsprogramm 51) bedingte. Obwohl K. diese Umstellungen im Militärwesen mit Fachkompetenz und Integrität leitete, konnte er politisch und persönlich motivierte Vorbehalte gegen sich in Parlament und Öffentlichkeit nie überwinden. Nach seinem Rücktritt aus dem Bundesrat gehörte er zwei Verwaltungsräten von Firmen aus der Metallbranche an. Oberst im Generalstab (Stabschef des 4. Armeekorps).

In den Bundesrat gewählt als Vertreter des Kantons St. Gallen am 10. Dezember 1940. Rücktritt am 5. November 1954. Amtsübergabe am 31. Dezember 1954.

Freisinnig-demokratische Partei der Schweiz

1940-1954 Eidgenössisches Militärdepartement

Bundespräsident im Jahre 1946, 1952

Quelle Biografie:

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Karl Kobelt aus dem Historischen Lexikon der Schweiz (HLS) - Onlineversion des Historischen Lexikon der Schweiz. Autorin/Autor: Marcel Mayer. Version : 21.08.2006.





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