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Enrico Celio


19.06.1889 - 22.02.1980
Tessiner Politiker, 58. Bundesrat

geboren 19.6.1889 Ambrì (Gem. Quinto),gestorben 22.2.1980 Lugano, kath., von Ambrì. Sohn des Emilio, Schulinspektors, und der Maria geb. Danzi. ∞ Rosalie Grolimond. C. absolvierte seine Gymnasialausbildung in den Kollegien der Salesianer in Balerna, der Jesuiten in Mailand und der Benediktiner in Einsiedeln. 1915 schloss er sein Literatur- und Philosophiestud. an der Univ. Freiburg ab. 1909 wurde er Präsident der Lepontia und der kath. Jugendorganisation Fascio Luigi Rossi. 1916 trat er in die Redaktion der konservativen Tageszeitung "Popolo e Libertà" ein, deren Leitung er 1918 übernahm. 1921 begann er in Freiburg Rechtswiss. zu studieren; nach dem Lizentiat eröffnete er in Biasca eine Anwaltspraxis. 1913-32 sass C. für die Konservativen im Tessiner Grossrat, 1924, 1927-28 und 1932 im Nationalrat. Im August 1932 gelangte er als Nachfolger des verstorbenen Giuseppe Cattori in den Tessiner Staatsrat (Erziehungs- und Polizeidep.). Er zeichnete sich aus durch eine wirksame Verteidigung der Italianità des Tessins und durch eine klare Haltung gegenüber den Gefahren, die vom Faschismus und vom Irredentismus ausgingen. Im Febr. 1940 wurde C. als Nachfolger von Giuseppe Motta in den Bundesrat gewählt. Er stand während eines Jahrzehnts dem Post- und Eisenbahndep. vor und förderte v.a. die zivile Luftfahrt. 1943 und 1948 war er Bundespräsident. 1950 trat er als Bundesrat zurück und wurde Schweizer Gesandter in Italien; in diesem Amt blieb er bis im Frühling 1955, als er sich definitiv ins Privatleben zurückzog.

In den Bundesrat gewählt als Vertreter des Kantons Tessin am 22. Februar 1940. Rücktritt am 23. Juni 1950. Amtsübergabe am 15. Oktober 1950.

Christlichdemokratische Volkspartei der Schweiz

1940-1950 Eidgenössisches Post- und Eisenbahndepartement

Bundespräsident im Jahre 1943, 1948

Quelle Biografie:

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Enrico Celio aus dem Historischen Lexikon der Schweiz (HLS) - Onlineversion des Historischen Lexikon der Schweiz. Autorin/Autor: Fabrizio Panzera / EM. Version : 16.02.2005.





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