Suche
thumb Die sechs Kummerbuben (1967)

thumb Hans Heinz Moser
09.05.1936 -
05.04.2017
thumb Lukas Ammann
29.09.1912 -
03.05.2017
thumb Walter Thurnherr
11.07.1963
thumb Bundesratsfoto 2017

Ambrosius Humm


30.10.1924
Schweizer Maler und Bühnenbildner

* 30.10.1924 Zürich. ∞ Regula Rellstab, Malerin. Sohn des Schriftstellers Rudolf Jakob H. und der Malerin und Kunstweberin Lili H.-Crawford, Vater des Schauspielers Imanuel H.

1940–41 Vorkurs an der Kunstgewerbeschule Zürich, 1942–44 Schreinerlehre in Zürich. 1944–48 Assistent von Teo Otto und Caspar Neher am Schauspielhaus Zürich, dort 1948 unter anderem Bühnenbild zu García Lorcas «Bernarda Albas Haus» (Regie: Ernst Ginsberg). 1948–52 rund siebzig Bühnenbilder (teilweise auch die Kostüme) für alle Sparten am Stadttheater St. Gallen. 1953–60 Engagement an den Städtischen Bühnen Nürnberg, bis 1971 auch als Gast. In diesem Zeitraum rund 200 Ausstattungen. Unter der Direktion Felix Rellstabs 1966–71 regelmässig Bühnenbilder für das Theater am Neumarkt in Zürich, unter anderem 1966 Havels «Das Gartenfest», die Uraufführung von Walter Vogts «Höhenluft», Mrożeks «Plausch» (Regie jeweils: Rellstab) und 1968 Ionescos «Opfer der Pflicht» (Regie: Ionesco). 1971 engagierte der Nachfolger Rellstabs, Horst Zankl, H., mit dem er bereits in Nürnberg zusammengearbeitet hatte, fest an das Haus. Bis 1979 folgten rund dreissig Arbeiten für diese Bühne, unter anderem 1971 Handkes «Ritt über den Bodensee» (Regie: Zankl), 1972 Fleißers «Fegefeuer in Ingolstadt» (Regie: Jürgen Flimm), 1973 Robert Walsers Dramolette unter dem Titel «Alle gehen gegen das Schloss» (Regie: Jan Grossmann), 1974 die Uraufführung von Handkes «Die Unvernünftigen sterben aus», 1975 Sergej Tretjakows «Brülle China» (Regie beide: Zankl). Danach als freischaffender Bühnenbildner tätig. Während seiner festen Engagements und danach Arbeiten als Gast unter anderem am Schloßpark-Theater Berlin und am Burgtheater Wien, am Stadttheater Freiburg im Breisgau und am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg. In der Schweiz arbeitete er unter anderem an den Basler Theatern (1976 Ibsens «Rosmersholm oder Die weissen Pferde», 1977 Enquists «Die Nacht der Tribaden», Regie beide: Zankl), wiederum am Stadttheater St. Gallen, am Stadttheater Bern, vor allem auch am Schauspielhaus Zürich (1951 Rudolf Jakob H.s «Der Pfau muss gehen», Regie: Oskar Wälterlin, 1958 Calderóns «Dame Kobold», Regie: Wälterlin, 1968 Mrożeks «Die Polizei», Regie: Michael Hampe, 1977 Stoppards «Travesties oder Zürich 1917», Regie: Leopold Lindtberg, 1980 die Uraufführung von Jürg Amanns «Die Korrektur», Regie: Gudrun Orsky, 1990 Albert Wendts «Vogelchopf», Regie: Katja Früh, 1998 die Uraufführung von Patrick Freys «Best of Physiker», Regie: Früh). Seit 1996 widmete er sich vor allem der Malerei. Teilnahme an zahlreichen Ausstellungen (Malerei, Buchillustration, Bühnenbilder). Noch während der Schul- und Ausbildungszeit gestaltete H. den bildnerischen Teil von Humms Marionettentheater. Auch später schuf H. noch vereinzelt Marionetten.

Humm war auch in vielen Schweizer Filmen zuständig für Bauten und Austattungen, erstmals 1952/53 in Die Venus vom Tivoli als Assistent, danach in vielen erfolgreichen Filmen von Kurt Früh, so Café Odeon 1958/59, Hinter den sieben Gleisen 1959, Es Dach überem Chopf 1961/62 und Im Parterre links 1963. Ebenfalls im Film Willhelm Tell - Burgen in Flammen 1960.

Quelle Biografie:

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel von Autor: Ribi, Hana: Ambrosius Humm, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 2, S. 888–889 und ist verügbar unter der Lizenz Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported (Kurzfassung). Und aus Informationen aus dem Buch : Geschichte des Schweizer Films, Hervé Dumont 1987.

 





Kommentare


Name/Vorname:
E-Mail:
Kommentar:
 
Sicherheitscode: