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Theodor Real


20.02.1881 - 17.08.1971
Schweizer Flugpionier und Generalstabsoffizier

geboren 20.2.1881 Schwyz,gestorben 17.8.1971 Saint Antoine/Fonsorbes (Midi-Pyrénées,Frankreich), kath., von Schwyz. Sohn des Karl, Arztes und der Marie geb. Schuler. ∞ Emma Josefa Fassbind, Tochter des Fridolin. Maschineningenieurdiplom am Polytechnikum Zürich. 1906-14 Instruktionsoffizier der Kavallerie. Besuch der Flugschule von August Euler in Darmstadt, 1911 Schweizer Flugbrevet, erster registrierter Flug vom Ausland in die Schweiz (Darmstadt-Basel), 1912 Mitglied der Aviatik-Komm., 1914-16 Aufbau der Schweizer Fliegertruppe und deren erster Kommandant, Rücktritt wegen Kreditverweigerungen durch den Bundesrat. 1916-22 Personalchef bei der Firma Bally AG, ab 1923 Gutsbesitzer in Südfrankreich. 1915-22 Generalstabsoffizier, 1923 Oberstleutnant.

Gründung der Schweizer Luftwaffe

In der Schweiz gehen die Anfänge der Militäraviatik auf 1891 zurück, als der Generalstab die Anschaffung eines Fesselballons prüfte. Nach Ankauf eines solchen rückten 1900 Freiwillige zur ersten Luftschiffer Rekrutenschule in Bern ein. 1912 rief die Schweizerische Offiziersgesellschaft zu einer Nationalspende für das Militärflugwesen auf. Das Resultat von 1,7 Mio. Franken übertraf alle Erwartungen. Die Behörden nahmen die neuen Ideen nur widerstrebend auf. 

Mit dem Ausbruch des Kriegs änderte sich die Lage schlagartig. Am 31. Juli 1914 wurde Hauptmann Theodor Real, Instruktor der Kavallerie und Pilot in Bern mit der Aufstellung einer Fliegertruppe betraut. Der Bundesrat verordnete am 3. August 1914 die erste schweizerische Fliegerabteilung. Hauptmann Real stellte auf dem Beundenfeld (Berner Allmend) mit zehn Piloten, acht Flugzeugen und einem Reservemotor die Schweizerische Fliegertruppe auf.

Bei den berühmten Flugpionieren, darunter acht Romands, handelt es sich um Edmond Audemars, Oskar Bider, Ernest Burri, Alfred Comte, Albert Cuendet, François Durafour, René Grandjean, Henri Kramer, Marcel Lugrin und Agénor Parmelin. Fünf der Flugzeuge bringen die Piloten aus privatem Besitz selber mit, so zum Beispiel Oskar Bider seine zwei Blériot XI Eindecker (Flugzeuge mit Maschinengewehren auszurüsten verletzen allerdings seine ethische Vorstellungen), während andere einen Farman-Doppeldecker, einen Grandjean-Eindecker und einen L.V.G.-Doppeldecker und ein Aviatik C-1 Doppeldecker «beisteuern». Drei ausländische «Aeroplane» konfisziert Real an der Landesausstellung in Bern. Es sind dies nochmals je ein Blériot-Eindecker, ein L.V.G.-Doppeldecker und ein Aviatik C-1 Doppeldecker. Die Piloten bringen nicht nur ihre eigenen Flugzeuge, sondern auch ihre Mechaniker mit.

Im Dezember 1914 wurde vom improvisierten Flugplatz Beundenfeld beim Wankdorf-Stadion nach Dübendorf übersiedelt, wo 1915 die erste Pilotenschule gegründet wurde. Der erste Aussenposten war Claro im Tessin. Die Piloten traten während des Kriegs selten in Aktion und konzentrierten sich deshalb auf Ausbau und Schulung.

Quelle Biografie:

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Theodor Real aus dem Historischen Lexikon der Schweiz (HLS) - Onlineversion des Historischen Lexikon der Schweiz. Autorin/Autor: Peter Müller-Grieshaber. Version : 03.08.2010. Und aus Informationen der Webseite der Schweizerischen Eidgenossenschaft admin.ch.





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