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Fritz Honegger


25.07.1917 - 04.03.1999
Zürcher Politiker, 87. Bundesrat

geboren 25.7.1917 Hauptwil,gestorben 4.3.1999 Zürich, ref., von Fischenthal. Sohn des Fritz Otto, Textilunternehmers. ∞ Lucienne Jacot. Oberrealschule, Stud. und Promotion in Nationalökonomie in Zürich. Mitglied der Zofingia. 1942 Sekr. der Schweiz. Uhrenkammer in La Chaux-de-Fonds, 1944 Sekr. der Zürcher Seidenindustriegesellschaft, 1961 Direktor der Zürcher Handelskammer. Damit war H. in eine massgebende Position im Wirtschafts- und Finanzzentrum Zürich aufgestiegen. H. trat schon als Student der Freisinnigen Partei bei. 1957-75 Zürcher Kantonsrat, 1958-66 Gemeindepräs. von Rüschlikon, 1967-77 Ständerat, 1974-78 Präs. der FDP Schweiz. Als Milizoffizier 1963 Oberst. Nach dem Rücktritt von Bundesrat Ernst Brugger wurde H. allgemein als der geeignete Nachfolger betrachtet und am 7.12.1977 im ersten Wahlgang mühelos gewählt. H. hatte dieses Amt nicht gesucht, vielmehr schon einmal, 1969, abgelehnt. Als Bundesrat zeichnete er sich wie zuvor als Ständerat durch eine ruhige, nach Verständigung strebende Politik aus. Hektischer Gesetzesproduktion war er abgeneigt. So kam es während seiner Amtszeit (1978-82, 1982 Bundespräs.) im Volkswirtschaftsdepartement nur zu drei grösseren Gesetzen: dem Kartellgesetz, dem Berufsbildungsgesetz und dem Gesetz über die Arbeitslosenversicherung. H. empfand auch wenig Freude an Auslandreisen. Der Förderung schweiz. Exporte diente 1979 eine Reise nach China. Auf Medienkontakte und öffentl. Auftritte als Redner legte H. wenig Wert. Sein Anliegen war es, Ruhe und Zuversicht zu verbreiten. Seine grösste Wirkung zeigte sich in den Kommissionen, wo er als fairer Verhandlungspartner galt, dem es gelang, auch für widersprüchlichste Forderungen eine Lösung zu finden. Nach seinem Rücktritt übernahm er zahlreiche Verwaltungsratsmandate (u.a. SKA, Elektrowatt, Sulzer, Zschokke, NZZ, Rentenanstalt) sowie versch. karitative Ehrenämter (u.a. Pestalozzi-Stiftung, Schweiz. Sporthilfe).

In den Bundesrat gewählt als Vertreter des Kantons Zürich am 7. Dezember 1977. Rücktritt am 31. Dezember 1982. Amtsübergabe am 31. Dezember 1982.

Freisinnig-demokratische Partei der Schweiz

Bundespräsident im Jahre 1982

Vize-Präsident im Jahre 1981

1978 Volkswirtschaftsdepartement

1979-1982 Eidgenössisches Volkswirtschaftsdepartement

Quelle Biografie:

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Fritz Honegger aus dem Historischen Lexikon der Schweiz (HLS) - Onlineversion des Historischen Lexikon der Schweiz. Autorin/Autor: Sigmund Widmer. Version : 24.11.2006.





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