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Hans Hürlimann


06.04.1918 - 22.02.1994
Zuger Politiker und Jurist, 85. Bundesrat

geboren 6.4.1918 Walchwil,gestorben 22.2.1994 Zug, kath., von Walchwil. Sohn des Peter Johann, Schmieds, und der Katharina geb. Rust. ∞ Marie-Theres Duft, Tochter des Johannes Duft. Nach Abschluss der Stiftsschule Einsiedeln 1939 studierte H. in Freiburg und in Bern, schloss 1943 als Dr. iur. ab und erwarb 1946 das Anwaltspatent. Im gleichen Jahr wurde er Rechtskonsulent, 1949 Stadtschreiber von Zug (bis 1954). Seinen polit. Aufstieg begann H. 1947 als Kantonsrat und als kath.-konservativer Parteifunktionär (1952-54 Präs. der Kantonalpartei). Schon 1954 wurde er Regierungsrat, war daneben als Anwalt tätig und stieg in der Armee bis zum Generalstabsoberst auf. In der Regierung, in der er eine der massgebenden Persönlichkeiten war, amtierte er 1954-62 als Justiz-, Polizei- und Militärdirektor, dann bis 1973 als Erziehungs- und Kultusdirektor (Landammann 1965 und 1966). 1965 war er Mitgründer der Innerschweizer, 1968-73 Präs. der schweiz. Erziehungsdirektorenkonferenz.

Die bundespolit. Laufbahn begann 1967 mit der Wahl in den Ständerat (bis 1973), wo H. zeitweise Präs. der Geschäftsprüfungskommission war. Schon 1971 stand er als Bundesratskandidat zur Diskussion, im Dez. 1973 wurde er als nichtoffizieller CVP-Kandidat in den Bundesrat gewählt (1979 Bundespräs.). In seiner Amtszeit 1974-82 wurden wichtige Vorhaben aus dem ganzen Bereich seines Dep. des Innern verwirklicht: Ausbau der Sozialwerke (z.B. 9. AHV-Revision, Drei-Säulen-Prinzip der Altersvorsorge), Umweltschutzgesetz, Nationalstrassenausbau (u.a. Gotthardtunnel), Erweiterung der eidg. Hochschulen, Hochschulförderungsgesetz. Nach dem Rücktritt lehrte H. in Freiburg über öffentl.-rechtl. Themen. H. war ein aufgeschlossener, sozial engagierter, wertkonservativer, kath. Föderalist und Staatsmann, der aus staatspolit. Gründen zum Kollegialsystem stand und mit grosser Sachkunde eine pragmatische, auf Konsens bedachte und dadurch erfolgreiche Politik betrieb.

Geboren am 6. April 1918, heimatberechtigt in Walchwil. In den Bundesrat gewählt als Vertreter des Kantons Zug am 5. Dezember 1973. Rücktritt am 31. Dezember 1982. Amtsübergabe am 31. Dezember 1982.

Christlichdemokratische Volkspartei der Schweiz

Bundespräsident im Jahre 1979, Vize-Präsident im Jahre 1978

1974-1978 Departement des Innern

1979-1982 Eidgenössisches Departement des Innern

Quelle Biografie:

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Hans Hürlimann aus dem Historischen Lexikon der Schweiz (HLS) - Onlineversion des Historischen Lexikon der Schweiz. Autorin/Autor: Renato Morosoli. Version : 03.09.2009.





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