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Douglas Fairbanks senior


23.05.1883 - 12.12.1939
US-amerikanischer Filmschauspieler, Regisseur, Drehbuchautor und Produzent

Leben

Seine Mutter Ella Adelaide Marsh (* 1850) war zunächst mit einem John Fairbanks verheiratet, der sie als Witwe mit einem Kind zurückließ. Der nächste Ehemann erwies sich als brutaler Schläger, von dem sie sich mit Hilfe von Hezekiah Charles Ullman, einem bekannten Anwalt in New York City, scheiden lassen konnte. Den Anwalt, Fairbanks Vater, heiratete sie später und die Familie zog nach Denver. Er verließ die Familie, als der junge Douglas fünf Jahre alt war.

Fairbanks war dreimal verheiratet. Sein Sohn Douglas Jr. entstammt der ersten Ehe mit Anna Beth Sully von 1907 bis 1920. Er sollte später seinem Vater in ähnlichen Filmrollen folgen.

Mary Pickford und Fairbanks begannen ihre Beziehung bereits 1916, obwohl beide noch mit anderen Partnern verheiratet waren. Nach seiner Scheidung von Anna Beth Sully stellte er Pickford das Ultimatum, ihn zu heiraten oder sich von ihm zu trennen. Sie zögerte zunächst, da sie befürchtete negativ in die Schlagzeilen zu kommen, jedoch stimmte sie ein und ließ sich in einem Schnellverfahren am 2. März 1920 (die Rechtswirksamkeit wurde vom Staat Nevada angefochten, aber schlussendlich 1922 bestätigt) scheiden und heiratete Douglas am 28. März 1920 ohne ihren gemeinsamen Freund Charlie Chaplin, da dieser sich gegen ihre Ehe aussprach (Belege sind hierzu in Chaplins Autobiografie zu finden). Gemeinsam unterhielten sie das Anwesen Pickfair, ein Geschenk von Douglas an Mary – das zur damaligen Zeit als Hochburg aller Hollywoodprominenz galt.

Beide galten bis in die 30er Jahre hinein als „das“ Glamourpaar. Fairbanks und Pickford trennten sich 1933, nachdem eine Affäre mit dem englischen Model und Schauspielerin Sylvia Ashley, welche später kurzzeitig mit dem späteren „King of Hollywood“, Clark Gable, verheiratet war, bekannt wurde. Die Ehe von Fairbanks und Pickford wurde 1936 geschieden, Pickford behielt das Anwesen Pickfair.

Einige Monate später heiratete Fairbanks Silvia Ashley in Paris. Nach der Scheidung von Pickford begann Douglas Fairbanks sen. sich mehr dem Alkohol hinzugeben. Seine letzten Jahre verbrachte er mit vielen Auslandsreisen mit seiner dritten Frau. Im Dezember 1939 erlitt Fairbanks im Schlaf einen Herzinfarkt und starb einen Tag später in seinem Haus in Santa Monica.

Fairbanks berühmte letzten Worte waren: „Ich habe mich noch nie besser gefühlt.“ Seine Beisetzung fand in Glendale Forest Lawn Memorial Park Cemetery statt. Das heutige Grab, eine aufwendige Mamorstatur wurde zwei Jahre später durch seine Witwe in Auftrag gegeben.

Fairbanks war ein Mitglied im Bund der Freimaurer. Er besuchte mit Clark Gable die Beverly Hills Lodge 528 in Los Angeles.

Karriere

Douglas Fairbanks begann seine Karriere als Bühnenschauspieler mit leichten Komödien von Shakespeare in Denver, bis er 1900 nach New York zog und dort bei der Gesellschaft British Friedrich Warde begann. Fairbanks debütierte 1902 am Broadway.

Seinen ersten Film drehte Fairbanks 1915. Er gewann durch seine Vitalität und seine sympathische Ausstrahlung schnell das Publikum. Fairbanks galt als ein äußerst athletischer Schauspieler, daher spielte er meist Rollen, die seine körperlichen Fähigkeiten zur Geltung brachte. Somit stellte er unter anderen Der Dieb von Bagdad (The Thief of Bagdad) von 1924, Die drei Musketiere (The Three Musketeers) von 1921 und „Robin Hood“ von 1922 dar, wo er die Figur des Helden innehatte. Während der 1920er Jahre war Fairbanks der mit Abstand populärste Schauspieler im Rollenfach des Abenteuerhelden und einer der größten Filmstars dieser Ära.

Fairbanks galt als guter Geschäftsmann. Neben der United Artists, die er 1919 mit Mary Pickford, David Griffith und Charlie Chaplin gründete, war er ebenfalls Gründungsmitglied von The Motion Picture Academy. Während seiner Ehe mit Mary Pickford erlangte er in Hollywood den Status des „King of Hollywood“, was nach seinen Tod an Clark Gable weitergegeben wurde.

Am 30. April 1927 waren Mary Pickford und Fairbanks die ersten Stars, die ihre Hand und Fußabdrücke in Zement vor den gerade neu eröffneten Grauman’s Chinese Theatre in Hollywood verewigten.

1929 moderierte Fairbanks zusammen mit William C. DeMille die erste Oscarpreisverleihung

Sein letzter Stummfilm war Die eiserne Maske (1929), eine Fortsetzung der 1921 gedrehten Drei Musketiere, wo Fairbanks einen einleitenden Prolog sprach. Während Fairbanks in der Stummfilmzeit – besonders in den Zwanziger Jahren – seinen Zenit erreichte, flachte seine Begeisterung, die er zunächst für den Tonfilm hatte, abrupt ab. Ein Grund dafür mag dazu sein, dass seine athletischen Fähigkeiten nachließen und das Interesse an seiner Person langsam abnahm. Im Tonfilm spielte Fairbanks keine Rolle mehr; in seinem Rollenfach wurde er von jüngeren Darstellern wie Errol Flynn, Tyrone Power oder seinem Sohn Douglas Fairbanks jr. abgelöst.

Er und Pickford entschieden sich ihren ersten Tonfilm gemeinsam zu drehen. Sie spielten Petruchio und Kate in Shakespeares Der Widerspenstigen Zähmung von 1929. Doch dieser und seine anschließenden Tonfilme wurden vom Publikum nur mäßig angenommen. Der letzte Film, in dem er mitwirkte, war die britische Produktion von Das Privatleben des Don Juan (The Private Life of Don Juan) von 1934. Danach beendete er seine Karriere.

Quelle Biografie:

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Douglas Fairbanks senior aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported (Kurzfassung). In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.

 Der Dieb von Bagdad ist ein US-amerikanischer Stummfilm aus dem Jahre 1924. Die Verfilmung von 1924 ist die erste Verfilmung des Märchens aus 1001 Nacht. Die Idee stammt von Douglas Fairbanks, der zu diesem Zeitpunkt auf dem Höhepunkt seiner Karriere stand. Er war der unumstrittene Hollywoodstar, der in Abenteuerfilmen zum ersten Weltstar des Kinos wurde.





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