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Zarli Carigiet


05.08.1907 - 06.05.1981
Schweizer Schauspieler

* 5.8.1907 Truns GR, † 6.5.1981 Männedorf ZH, eigentlich Balthasar C. Bruder des Kunstmalers und Zeichners Alois Carigiet.

Zunächst Lehre als Dekorationsmaler, dann durch Walter Lesch Engagement als Darsteller ans Cabaret Cornichon in Zürich, zu dessen Gründungsmitgliedern C.s Bruder Alois gehörte. Dort wirkte der Autodidakt C. zum ersten Mal im November 1934 im Programm «Grand Hotel Gloria Victoria» als Hotelportier mit (Regie: Max Werner Lenz, Bühne: Alois C.). Dem kleinen, knorrigen Mann mit dem Krauskopf und dem charakteristischen Bündnerdialekt flogen die Sympathien des Publikums und der Presse zu: «Er ist der Clown des Unternehmens: Genius alles Bäuerischen in der alpinen Schweiz. Groteskes, misstrauisches, spitzbübisches, terribles Kind der Berge: ein Erdrutsch aus dem Bündnerland.» (Bernhard Diebold 1936 in der «Weltwoche») Während des Aktivdienstes spielte C. in verschiedenen Soldatencabarets, 1949–53 gehörte er zum Ensemble des Cabarets Federal in Zürich, wo Lenz und Werner Wollenberger Texte für ihn verfassten. 1959 spielte C. den Clochard in Wollenberger/Hans Moeckel/Otto Weisserts «Eusi chliini Stadt» zur Eröffnung des Theaters am Hechtplatz in Zürich, 1959/60 gastierte er als Reto Maranta in Paul Burkhard/Leschs «Die kleine Niederdorf-Oper» unter der Regie von Oskar Wälterlin am Schauspielhaus Zürich, Zürich ZH. Er spielte am Bernhard-Theater, Zürich ZH (1961 in Wollenberger/Fredy Lienhards «Ein Basler in Zürich») ebenso wie am Opernhaus Zürich, Zürich ZH (1970/71 im Kindermusical «Jim Knopf und Lukas, der Lokomotivführer» von Emil Moser und Jörg Schneider nach Michael Ende). Bekannt wurde C. auch durch seine Mitwirkung in über zwanzig Schweizer Filmen, darunter 1938 «Füsilier Wipf», 1941 «Gilberte de Courgenay», 1951 «Palace Hotel», insbesondere 1959 als Clochard neben Max Haufler und Ruedi Walter in Kurt Frühs «Hinter den sieben Gleisen». 1980 erhielt C., der in seinen letzten Lebensjahren kein Engagement mehr fand, den Anerkennungspreis des Kantons Graubünden («in Anerkennung seiner Leistung als Kabarettist und Schauspieler, insbesondere in Würdigung seines Beitrags zur geistigen Landesverteidigung»). Fernsehporträt in der Sendereihe «Weisch no?», Schweizer Fernsehen DRS 1985.

Quelle Biografie:

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel von Autor: Hostettler, Thomas: Zarli Carigiet, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 1, S. 341–342 und ist verügbar unter der Lizenz Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported (Kurzfassung).





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