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Karl Schenk


01.12.1823 - 18.07.1895
Berner Politiker, 13. Bundesrat

geboren 1.12.1823 (Karl Johann Emanuel) Bern,gestorben 18.7.1895 Bern (Verkehrsunfall), ref., von Signau. Sohn des Christian. Neffe des Ulrich. ∞ 1) 1848 Anna Maria Elisabeth Kehr, Lehrerin, Tochter des Samuel, Arztes, 2) 1873 Rosina Engel, Witwe des Abraham, Hauptmanns, Tochter des Abraham Teutsch, Hauptmanns. Der früh verwaiste S. erhielt eine sorgfältige Ausbildung in Deutschland und am Gymnasium Bern. 1842-45 studierte er Theologie und absolvierte ein Vikariat in Schüpfen, wo er durch die Fam. Kehr in Kontakt zu den Radikalen kam, zu deren Führungsgruppe er bald mit Jakob Stämpfli, Johann Bützberger, Jakob Scherz und Andreas Mathys gehörte. Sein anfängl. Extremismus mässigte sich, er blieb aber kulturkämpferisch und zentralistisch eingestellt. 1850 wurde er Pfarrer in Schüpfen und nahm sich des Armenproblems an. 1855 in die Berner Regierung gewählt, korrigierte er mit Geschick die verunglückte radikale Armengesetzgebung und führte 1861 die Eisenbahn- und 1862 die Erziehungsdirektion. 1857-63 war er Ständerat. 1863 wurde er als Nachfolger von Stämpfli in den Bundesrat und gleich zum Vizepräsidenten gewählt. 1864, 1866-70, 1872-73, 1879-84 und 1886-95 stand er dem Dep. des Innern vor, 1872 dem Finanz- sowie 1875-77 dem Eisenbahn- und Handelsdepartement. 1865, 1871, 1874, 1878, 1885 und 1893 war er Bundespräsident und führte in dieser Funktion ausser 1893 das Polit. Departement. Mit einer Amtszeit von rund 32 Jahren übertrifft er alle anderen Bundesräte. Schwerpunkte seiner gesetzgeber. Tätigkeit waren das Gesundheitswesen, die Waldbewirtschaftung sowie die Kulturpflege (Landesmuseum und Landesbibliothek). Erfolgreich kämpfte er für die Gotthardbahn, dagegen scheiterten 1882 die zentralist. Vorlagen für einen eidg. Schulsekretär und für ein Epidemiegesetz. Sein strenges persönl. Ethos und hohes Pflichtgefühl brachten ihm allg. Verehrung ein. Als er am Morgen des 8. Juli 1895 beim Bärengraben einem taubstummen Bettler ein Almosen geben wollte, wurde Schenk von einer herannahenden Kutsche erfasst und erlitt dabei eine derart schwere Gehirnerschütterung, dass er nicht mehr zu Bewusstsein kam und zehn Tage später starb. Schenk wurde auf dem Bremgartenfriedhof beigesetzt.

In den Bundesrat gewählt als Vertreter des Kantons Bern am 12. Dezember 1863. Verstorben im Amt am 18. Juli 1895.

Freisinnig-demokratische Partei der Schweiz

Sechsfacher Bundespräsident in den Jahren 1865, 1871, 1874, 1878, 1885, 1893

1864, 1866-70, 1872-73, 1879-84, 1886-95           Departement des Innern

1865, 1871, 1874, 1878, 1885        Politisches Departement

1872      Finanzdepartement

1875-1877          Eisenbahn- und Handelsdepartement

Quelle Biografie:

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Carl Schenk aus dem Historischen Lexikon der Schweiz (HLS) - Onlineversion des Historischen Lexikon der Schweiz. Autorin/Autor: Christoph Zürcher. Version : 12.07.2011.





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