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Ernst Brenner


09.12.1856 - 11.03.1911
Basler Politiker, 34. Bundesrat

geboren 9.12.1856 Basel,gestorben 11.3.1911 Menton (Côte d'Azur), ref., von Basel. Sohn des Heinrich August, Tapetenhändlers, und der Sophie geb. Faesch. ∞ 1883 Lina Sturzenegger, Tochter des Johann Jakob, Rentiers aus Trogen. Nach Rechtsstud. in Basel, München und Leipzig promovierte B. 1879 und war danach bis 1884 im Advokaturbüro seines Onkels Karl Johann tätig. 1881-84 Mitglied des Basler Gr. Rats, stand B. 1884-97 als Regierungsrat von Basel-Stadt dem Justiz- (bis 1896) und dem Erziehungsdep. (bis 1897) vor. 1885 führte er eine grundlegende Reorganisation des Basler Gerichtswesens durch. 1887-97 vertrat der radikal-demokrat. B. den Basler Freisinn im Nationalrat (1894 Präs.). 1896-97 präsidierte er die FDP der Schweiz. 1891-97 war B. Ersatzmann des Bundesgerichts. 1895 wurde er vom Bundesrat als Staatsvertreter in den Verwaltungsrat der Schweiz. Centralbahn gewählt.

1897 erfolgte B.s Wahl in den Bundesrat, u.a. gegen den liberal-konservativen Kandidaten Paul Speiser aus Basel. Bis zu seinem Tode stand B. dem Justiz- und Polizeidep. vor, als Bundespräs. 1901 und 1908 dem Polit. Departement. In seiner Amtszeit förderte er die Vereinheitlichung des Schweiz. Zivilrechts durch die Einführung des Zivilgesetzbuchs. An dessen Entstehung war er zusammen mit Eugen Huber massgeblich beteiligt gewesen. Weitere Verdienste B.s sind die Revision des Obligationenrechts, Entwürfe zur Vereinheitlichung des Strafrechts (welche aber erst lange nach seinem Tode realisiert werden konnte) sowie die Einführung des Eisenbahn-Haftpflichtgesetzes. Bereits früh in seiner öffentl. Laufbahn wurde er Präs. des Eidg. Sängervereins und Vizepräs. des Eidg. Turnvereins; später stand er der Basler Safranzunft vor. 1909 verlieh ihm die Univ. Basel die Ehrendoktorwürde (Dr. phil. h.c.). Ein Zeichen der parteiübergreifenden Wertschätzung des persönlich bescheidenen, urteilssicheren Juristen und seinen Aufgaben stets voll und ganz verpflichteten Magistraten B. ist seine praktisch einstimmige Wahl (186 von 187 Stimmen) zum Bundespräs. von 1908.

In den Bundesrat gewählt als Vertreter des Kantons Basel-Stadt am 25. März 1897.

Freisinnig-demokratische Partei der Schweiz

Bundespräsident im Jahre 1901, 1908

Vize-Präsident im Jahre 1900, 1907

1897 – 1900, 1902 – 1907, 1909 – 1911   Justiz- und Polizeidepartement    

1901, 1908          Politisches Departement

Quelle Biografie:

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Ernst Brenner aus dem Historischen Lexikon der Schweiz (HLS) - Onlineversion des Historischen Lexikon der Schweiz. Autorin/Autor: Katharina Huber. Version : 07.06.2004.





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