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Louis Perrier


22.05.1849 - 16.05.1913
Neuenburger Politiker und Architekt, 41. Bundesrat

geboren 22.5.1849 Neuenburg,gestorben 16.5.1913 Bern, ref., von Orges, Sainte-Croix, ab 1888 von Neuenburg. Sohn des Louis-Daniel, Kantonsarchitekten, und der Cécile geb. Dardel. Schwager von Georges Leuba. Ledig. 1871 Architekturdiplom am Polytechnikum in Zürich. Nachdem P. mit seinem Vater erste berufl. Erfahrungen gesammelt hatte, schuf er zahlreiche öffentl. Gebäude, so das Postamt von La Chaux-de-Fonds, das Spital von Saignelégier, die Univ. Neuenburg, die Kasernen von Colombier (NE), Primarschulen und zahlreiche Bahnhöfe. Er beteiligte sich zudem am Bau der Tramlinie Neuenburg-Boudry und der Wasserzuleitung aus der Areuse-Schlucht nach Neuenburg. Seine polit. Karriere als Vertreter der Radikalen begann er erst spät als Neuenburger Generalrat (Legislative) 1888-91 und 1894-1903. 1889-92 sass er im Gr. Rat und 1902-12 im Nationalrat. 1903-12 war er Staatsrat und leitete als Vorsteher des Baudep. (ab 1905) u.a. die Renovation des Schlosses von Neuenburg.

1912 wurde P. als Nachfolger von Robert Comtesse in den Bundesrat gewählt. Um ein nationales Bahnnetz zu verwirklichen, setzte er sich als Vorsteher des Post- und Eisenbahndep. bis Ende 1912 für den Aufkauf der Privateisenbahnen durch den Bund ein. Er sah dies sowohl als vernünftige Forderung wie als Beitrag zur Stärkung des eidg. Zusammengehörigkeitsgefühls. Als Vorsteher des Dep. des Innern bereitete er 1913 mit grossem techn. Sachverstand und frühem ökolog. Bewusstsein das Bundesgesetz über die Nutzbarmachung der Wasserkräfte von 1916 vor, das die Zuständigkeiten der Gem., der Kantone und der Eidgenossenschaft regelte. Den Abschluss dieser zwei grossen polit. Projekte erlebte der plötzlich verstorbene P. nicht mehr. Er legte eine Grafiksammlung zu Jean-Jacques Rousseau an. Oberst, 1896 Kommandant der Genietruppen des 1. Armeekorps und 1902-05 der Festungen von Saint-Maurice.

In den Bundesrat gewählt als Vertreter des Kantons Neuenburg am 12. März 1912. Louis Perrier verstarb am 16. Mai 1913 im Amt.

Freisinnig-demokratische Partei der Schweiz

1912 Post- und Eisenbahndepartement

1913 Departement des Innern

Quelle Biografie:

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Louis Perrier aus dem Historischen Lexikon der Schweiz (HLS) - Onlineversion des Historischen Lexikon der Schweiz. Autorin/Autor: Jean-Pierre Jelmini / MS. Version : 27.11.2009.





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